Glossar
Ausstiegsklausel
Eine Ausstiegsklausel (englisch Release Clause) legt im Vertrag eines Profisportlers eine feste Summe fest, gegen deren Zahlung der Spieler seinen Vertrag vorzeitig beenden und wechseln kann.
Wie eine Ausstiegsklausel funktioniert
Mit einer Ausstiegsklausel steht der Preis für einen Spieler schon bei Vertragsunterschrift fest. Wird die Summe gezahlt, muss der abgebende Verein nicht mehr über eine Ablöse verhandeln. In Spanien ist diese Form der Vertragsauflösung im Königlichen Dekret RD 1006/1985 über Profisportler geregelt. Rechtlich ist sie dort eine Entschädigung, die der Spieler für die einseitige Kündigung schuldet. In der Praxis überweist das Geld fast immer der neue Verein.
Der Fall Neymar
Den bekanntesten Fall lieferte Paris Saint-Germain im August 2017: Der Klub zahlte die Ausstiegsklausel von Neymar beim FC Barcelona in Höhe von 222 Millionen Euro, wie unter anderem Bloomberg berichtete. Damit wurde Neymar zum teuersten Fußballer der Geschichte. Für Ranglisten gilt: Eine gezogene Klausel ist eine echte Ablösesumme. Eine bloß im Vertrag stehende Klausel ist dagegen nur ein Preisschild, das niemand bezahlt hat.
Rekorde zum Begriff
Verwandte Begriffe
Quelle: MMMM Abogados: Employment contracts of professional athletes in Spain