Glossar
Michel-Katalog
Der Michel-Katalog ist das wichtigste deutschsprachige Nachschlagewerk für Briefmarken. Er verzeichnet Marken mit einer eindeutigen Michel-Nummer und nennt für jede einen Katalogwert.
Geschichte
Der Briefmarkenhändler Hugo Michel eröffnete 1892 in Apolda ein Geschäft und brachte 1910 seinen ersten Europa-Katalog heraus, damals 108 Seiten stark. Laut dem Verlag übernahm er die Nummerierung aus den Katalogen der Gebrüder Senf und machte sie zur deutschen Standardnummerierung. Heute erscheint der Katalog im Schwaneberger Verlag in zahlreichen Bänden für einzelne Länder und Spezialgebiete.
Michel-Nummer und Katalogwert
Die Michel-Nummer identifiziert eine Marke innerhalb ihres Sammelgebiets eindeutig. Händler und Auktionshäuser im deutschsprachigen Raum nutzen sie, damit klar ist, um welche Marke es geht. Der Katalogwert ist dagegen kein Marktpreis. Er gilt als Richtwert für ein Stück in bestem Zustand, und die tatsächlichen Verkaufspreise liegen laut Briefmarkenmesse Essen oft deutlich darunter. Bei echten Raritäten wie der Blauen Mauritius sagen Auktionsergebnisse mehr aus als jeder Katalog.